Ackerhof Braunschweig  (2. Preis)

Indem ihr alles macht, was machbar ist, macht ihr am Ende die Welt kaputt.
(Georg Stefan Troller)

 

Wettbewerb in
1979
w 01 wohn k1        w 01 wohn k2 w 01 wohn k3 w 01 wohn k4 2007

Durch die fragwürdigen städtebaulichen Eingriffe in die vorhandene Innenstadtstruktur (Abriß des Schlosses, Neubau eines Kaufhauses, Durchbruch der Georg-Eckert-Straße) präsentierte sich das historische Magniviertel zur Stadt hin mit seinen Rückseiten.

Es wurde ein stadthausähnliches, giebelständiges Wohnbebauungskonzept entwickelt, das zum Schloßpark und zur Innenstadt hin das Magniviertel durch eine neue, angemessene, vielfältig (Vielfalt in der Einheit) gestaltete Skyline (Schloßparkkulisse) stadträumlich signifikant darstellen soll. Zu dem "grobschlächtigen" Kaufhausprojekt sollte die städtebauliche Dissonanz wie eine "abbrechende Fassade" durch den daraus hervorgewachsenen, prismatischen Glasbaukörper deutlich gemacht werden.

Die später realisierte Bebauung (Vielfalt in der Einfalt) ist, z. B. durch das Rizzi-Haus, das sich einen bizarr-skurrile Architektur-Wettkampf mit der historischen Magnikirche liefert, derartig standortfremd, daß man "wohl zur Reparatur der Stadtschäden das Schloss mit Anbau wieder aufbauen mußte".